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Was bleibt unter dem Strich? Die Kampagne „Pendeln neu rechnen“ regt dazu an, Euro und Stunden gegenzurechnen.
Wer täglich über die Grenze zur Arbeit fährt, kennt die Zahl, die auf dem Gehaltszettel steht. Aber kennen wir auch die andere Zahl: die Stunden, die jede Woche auf dem Weg verloren gehen?
Genau darum geht es bei der neuen Kampagne „Pendeln neu rechnen“, die die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft gemeinsam mit AVED-IHK Ostbelgien und der MSVO gestartet hat.
Die Botschaft ist bewusst unaufdringlich: Niemand soll vorgeschrieben bekommen, wo er arbeitet. Es geht um eine vollständige Rechnung, in Euro und in Stunden. Denn zur persönlichen Bilanz gehört mehr als das Monatsgehalt. Wie viel Zeit verbringe ich auf der Straße? Was kostet mich der Weg? Und was ist mir der Feierabend wert, der Sport, der Verein, die Familie? Dazu kommt ein aktueller Anlass: Seit dem 1. April 2026 sind in Belgien bis zu 360 freiwillige Überstunden pro Jahr möglich, 240 davon nach dem Prinzip „brutto = netto“. Das kann das Nettoeinkommen spürbar verändern, auch vor der eigenen Haustür.
Gleichzeitig suchen ostbelgische Unternehmen dringend Fachkräfte. Laut Erhebung des Wirtschafts- und Sozialrats sind 87 Prozent der befragten Arbeitgeber vom Fachkräftemangel betroffen. Viele Menschen aber fahren Tag für Tag ins Ausland, vielleicht ohne zu wissen, welche Möglichkeiten es in der eigenen Region gibt.
Grenzüberschreitendes Pendeln ist keine falsche Entscheidung. Vielleicht ist es für manche sogar die beste. Aber lohnt es sich nicht, einmal in Ruhe nachzurechnen?
Du möchtest detaillierte Infos zu den steuerfreien freiwilligen Überstunden erhalten? Hier erfährst du mehr darüber: https://www.aved-ihk.be/ratgeber/steuerfreie-ueberstunden/
Mehr Infos zu der Kampagne findest du unter nachstehendem Button. Darüber gelangst du zur offiziellen Website von Ostbelgien.